Sep 30 2008

Wird das Google Phone “T-Mobile USA” zum Aufschwung verhelfen?

Übersetzung des GigaOM-Artikels:
Will the Google Phone Give T-Mobile USA a Boost?” vom 22. September 2008

Mit seinen Einnahmen und nur langsam steigenden Nutzerzahlen im Bereich Telekommunikation, zu mindest im Verhältnis zu seinen amerikanischen Konkurrenten, braucht der US-Arm des deutschen Telefon Riesen T-Mobile einen sich schnell verbreitenden Verkaufshit. Die Antwort könnte im neuen Google-Telefon liegen.

Auf einer Premierenveranstaltung in New York wird am Dienstag “T-Mobile USA” als Erster in Zusammenarbeit mit HTC eines auf Googles Androidsystem basierten Smartphone vorstellen. Das viel erwartete Handy verfügt über das Potenzial, T-Mobile den gleichen Aufschwung zu verhelfen, wie das iPhone damals AT & T.

Erstmal möchten wir erklären, wie T-Mobile deutlich gemacht hat, sie denken beim Google-G1 handelt es sich um ihr eigenes iPhone. Lassen wir mal einen Senior Partner sprechen, der fest vom Erfolg des Mobiltelefons überzeugt ist:

… Es handelt sich nicht um ein einfaches Spiel, auf dem Mobiltelefon-Markt ohne die Hilfe der Betreiber und kooperative Beziehungen zu bestehen… Die größte Herausforderung ist die Anpassung unserer aller Markt-und Business-Perspektiven, auf ein neues Modell auf der Grundlage von Partnerschaften, Inhalten und Anwendungen. Historisch gesehen, hatte der Mobiltelefonmarkt ein relativ einfaches Geschäftsmodell - Man stellte die Möglichkeit zur Verfügung, dass eine Person mit einer anderen kommuniziert, mit entsprechend einfache Abrechnung. Das ist nicht mehr der Fall.

Zweitens berichtete im Juni das “Wall Street Journal“, dass der erste Prototyp des T-Mobile G1’s, nicht vor November 2008 in die Läden kommt. In ihrem Bericht wies der WSJ darauf hin, dass T-Mobile  zuviel möglichen Google-Programmen nutzen würde, was zu einiger Ablehnung von anderen Partnern geführt hätte. Dann kam die überraschende Ankündigung, dass das Gerät bereits morgen vorgestellt werden würde. Es scheint vernünftig, dass T-Mobile versucht das Google Smartphone im Schnellverfahren auf den Markt zu bringen.

Nun, warum braucht T-Mobile überhaupt einen Aufschwung in Amerika? Erstens, die Zahl der Nutzer, die auf T-Mobile zurückgreifen verringert sich. Im zweiten Quartal 2008, hat der deutsche Anbieter 525.000 neue Nutzer gewonnen gegenüber 875.000 Anmeldungen im zweiten Quartal 2007. Das ist der niedrigste Stand seit 2006 für T-Mobile USA, mit derzeit über 31,5 Millionen Abonnenten.

Und wenn es darum geht auf dem lukrativeren Markt für Datentransfer zuschauen, T-Mobile USA hat seinen Abstand zu seinen größeren Konkurrenten vergrößert. Das Unternehmen leidet vor allem durch den Mangel an einem umspannenden 3G-Netzes, was sie dazu gezwungen hat sich mit einer Mischung aus EDGE und Wi-Fi-Netzwerken zurechtzufinden. Nach Chetan Sharma Consulting, könnte sich dass für T-Mobile schnell ändern, wenn das G1, welches wie das iPhone sehr auf den Datentransfer konzentriert ist.

Der deutsche Anbieter hat vor der Einführung von Android gerade angekündigt sein 3G-Netz auszubauen. Und T-Mobile USA hat dadurch nun die Hoffnung, dass das neue Telefon, das wir morgen sehen, wohl aber erst in ein paar Wochen im Einzelhandel wiederfinden werden, sich nun genauso verkauft wie damals das iPhone.

T-Mobile USA begann den Ausbau ihres 3G-Netzes in New York City im Mai und sagt selbst, dass die 3G-Dienstleistung verfügbar wäre in insgesamt 13 weiteren Städten. Letzte Woche wurde geäußtert, dass das 3G-Angebot weitere 21 Städte hinzukommen, die zeitgleich mit dem Start der Android Telefon freigeschaltet werde.

T-Mobile 3G-Netz arbeitet auf anderen Frequenzen als AT & T’s, was bedeutet, es gibt nur eine Handvoll Geräte, die sich wirklich mit diesem AWS-basierten Netzwerk verbinden können. Um es für die Menschen zu Beginn nutzbar zu machen, musste also ein Gerät her, welches den 3G-Markt für T-Mobile fördert, also wie das iPhone für AT & T - so etwa das Google-Handy für T-Mobile?

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